Ein erfolgreicher Horrorautor, dessen Familienleben zunehmend zerbricht, kämpft mit einer massiven Schreibblockade bei der Arbeit an seinem nächsten Horrorfilm.
Ich mag Horrorfilme, in denen der Film selbst seine eigene Thematik reflektiert und persifliert. Dadurch entsteht eine starke „Film-im-Film“-Atmosphäre, die hier sehr gut funktioniert. Die eigentliche Story ist dabei natürlich ziemlicher Mumpitz, und ich muss mir auch eingestehen, dass das ständige Gezicke zwischen dem Horrorautor und seiner Frau über längere Strecken hinweg ziemlich nervt.
Trotzdem schafft es dieser kanadische Genrebeitrag immer wieder, das Ruder herumzureißen. Besonders dann, wenn er tiefer in die Psyche des Schriftstellers und dessen traumatische Vergangenheit eintaucht und diese in Form blutiger, kranker Kurzfilm-Intermezzi visualisiert. Das mag aus heutiger Sicht stellenweise etwas dünn wirken, entwickelt aber einen ganz eigenen pulpigen Charme, der vor allem durch das bissige, kalte und tragische Ende zu einem erstaunlich runden Gesamteindruck führt.
Ein interessantes Regiedebüt von Mario Azzopardi.
Fazit:
Durchaus sehenswerter, nostalgischer Frühachtziger, der vor allem für Fans der alten Videothekentage absolut seine Berechtigung hat. Auf die auf 250 Stück limitierte 2-Disc-Edition auf Blu-ray habe ich lange gewartet – umso größer war die Freude, als mein Dealer am Ende doch noch liefern konnte.


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